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Erste KampagneMigros ECC

98 % der
Migros-Hühner
sind Hochleistungs-
rassen
— wie Ross 308.

Diese sogenannten «Frankenhühner» wachsen in 35 Tagen vom Küken zum 2,5-Kilo-Schlachttier. Für diese Geschwindigkeit sind Knochen, Herz und Lungen nicht ausgelegt. Weniger als ein Fünftel der Tiere kann am Schlachttag noch normal laufen. Migros wirbt mit Schweizer Herkunft und tiergerechter Haltung.

§01Fakten

Quellen: NZZ 2024 · Migros Tierwohl-Policy 2025 · Baxter et al. 2021

01Migros-Hühner (CH) / Jahr
35M¹

~40–45 % des Schweizer Geflügelmarkts.

02Anteil Hochleistungsrassen
98 %²

Globale Lieferkette inkl. Importware.

03Tiere mit Gangstörungen
>80 %³

Ross 308 am Schlachttag, Lebenswoche 6.

04Schlachtung ohne CAS-Betäubung
90 %²

CAS gilt als schonendste Methode.

Anzeige beim BLV — hängig

«Junge Hühner, die sich kaum auf den Beinen halten können, die hilflos auf dem Rücken im Streu strampeln.» So dokumentieren Aufnahmen aus einem Micarna-Betrieb (Migros) den Zustand der Tiere. Observatoire du spécisme und Tier im Fokus haben deshalb beim BLV Anzeige eingereicht: mutmassliche Verletzung des Qualzuchtverbots (Art. 10 TSchG).

↗ Hintergrund · Observatoire-Artikel (DE)
Werbeversprechen reichen nicht aus

Migros hat im März 2026 angekündigt, die Marke Optigal auf langsamer wachsende Rassen umzustellen.

Aber:

  • Nur 1 von 6 ECC-Kriterien adressiert; die übrigen bleiben unverbindlich.
  • Importware bleibt ausgenommen.
  • Schweizer Landwirte tragen die Last, während Migros parallel Importware mit tieferen Standards weiter vertreibt.